Über das Projekt und die Organisationen
GGG Voluntas, Ärztegesellschaft Basel-Stadt (MedGes) und Universitätsspital Basel haben sich im Jahr 2006 auf ein bisher einmaliges Vorhaben geeinigt: Es sollte eine Patientenverfügung erarbeitet werden, in welche die Erfahrungen und Anforderungen von Ärzten, Klinik und Beratungsstelle einfliessen. Zwei Jahre später lag das Ergebnis vor, die „Basler Patientenverfügung“.
Die Herausgeber antworten damit auf die grosse Resonanz, welche die Patientenverfügung in den letzten Jahren erhalten hat. Sie wollen ein Instrument anbieten, das einerseits bestimmte Qualitätsanforderungen erfüllt und andererseits dem Nutzer / der Nutzerin die Wahl offenlässt, es alleine, gemeinsam mit dem Arzt / der Ärztin oder im Rahmen eines speziellen Beratungsgesprächs zu erstellen. Die Herausgeber hoffen,
- dass von der Möglichkeit durch eine Patientenverfügung, das Patienten-Selbstbestimmungsrecht wahrzunehmen, Gebrauch gemacht wird,
- dass damit aussagekräftige, umsetzbare Patientenverfügungen verfasst werden, die den komplexen Situationen in der Praxis Rechnung tragen und
- dass die Patientenverfügung in Institutionen der Akut- und Langzeitversorgung Eingang findet und bei urteilsunfähigen Patientinnen und Patienten zu medizinisch, ethisch und rechtlich tragfähigen Entscheidungen beitragen.
Die drei herausgebenden Organisationen bringen unterschiedliche Perspektiven ein: GGG Voluntas verfügt über eine langjährige Erfahrung in der Beratung und Erstellung persönlicher Vorsorgeverfügungen. Die Medizinische Gesellschaft Basel hat sich wiederholt des Themas Patientenverfügungen angenommen und deren Verbreitung in der haus- und fachärztlichen Praxis gefördert. Das Universitätsspital Basel ist als wichtigster medizinischer Grundversorger in der Region mit Situationen konfrontiert, in denen sich Patientenverfügungen als wertvolle Orientierungshilfen zur Ermittlung des Patientenwillens erweisen.
